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Was ist denn das …

… für eine verrückte Abkürzung, dachte ich, als ich es zum ersten Mal las. NaNoWriMo steht für National Novel Writing Month – Ziel ist es, in 30 Tagen 50000 Wörter zu schreiben -, und dieses Jahr nehme ich auch teil. Allerdings muss ich mich noch durch die englischsprachige Originalseite kämpfen, bevor ich auch dort meine Ergebnisse poste. Derzeit tummele ich mich in einer kleineren, deutschsprachigen Facebook-Gruppe zum NaNoWriMo und habe dort am vergangenen Wochenende an meiner ersten Schreibtour teilgenommen:

Station 1: schreibe 5 Minuten
Station 2: schreibe 100 Wörter
Station 3: schreibe 150 Wörter
Station 4: schreibe 15 Minuten
Station 5: schreibe die letzten drei Stellen deines aktuellen WordCounts
Station 6: schreibe 500 Wörter
Station 7: schreibe 10 Minuten
 

Es war anstrengender als erwartet. Ich denke, das liegt daran, dass ich noch ganz am Anfang meiner neuen Geschichte stehe und es noch nicht so richtig fließt. Diese Startschwierigkeiten habe ich eigentlich immer.

So eine Schreibtour ist schon eine spaßige und auch motivierende Sache. Mir hat sie gleich am Anfang den richtigen Schub gegeben. Allerdings stört mich dabei, dass Quantität vor Qualität geht, auch wenn das der Sinn eines NaNoWriMo‘s ist. Ich konnte dann nicht umhin, den einen oder anderen geschriebenen Satz genauer unter die Lupe zu nehmen und gleich zu überarbeiten.

Die Unterteilung in mehrere Stationen gefiel mir sehr gut. So habe ich zwischendurch die vorhergehenden Absätze noch einmal gelesen und mir Gedanken über den Fortgang gemacht. Manchmal habe ich die Pause aber auch ignoriert und weitergeschrieben. Ich kann einfach nicht mitten im Satz aufhören. (Anthony Trollope hat das ja wohl täglich getan, wenn seine Schreibzeit vorbei war.) Am Ende war ich auf jeden Fall absolut zufrieden mit meiner Leistung. Mit der am Morgen geschriebenen Einleitung und dem zuende geschriebenen ersten Kapitel kam ich auf 3461 Wörter. Für mich ein gutes Resultat.

Jetzt muss ich nur noch lernen,  den „inneren Lektor“ abzuschalten und einfach meine Geschichte zu erzählen. Überarbeitet wird später. Ich habe gelesen, es wurde dafür sogar ein NaNoEdMo, ein National Novel Editing Month, erfunden. Den brauche ich dann wohl auch, denn das Überarbeiten ist für mich immer eine lästige Pflicht. Normalerweise schreibe ich ein Kapitel und überarbeite es am nächsten Tag. Erst danach geht es weiter im Text. Wenn ich mir dann nach der Ruhe- und Reife-Pause die Erstfassung meines Manuskripts wieder vornehme, hält sich die weitere Überarbeitung in Grenzen und ich muss mich nicht täglich erneut motivieren, es endlich fertig zu machen.

Ich sehe diesen NaNoWriMo als eine Art Schreib-Experiment an. Mal sehen, was ich danach sage und wie ich zukünftig an das Schreiben meiner Geschichten gehe.

Und jetzt verabschiede ich mich für heute. Schnell noch mit dem Hundchen Gassi gehen, dann schnappe ich mir ein bisschen Nervennahrung und tippe weiter an meinem aktuellen Story-Projekt.

startfrei

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